Sumeorden 2026

Mit der Übergabe des Stadtschlüssels durch Bürgermeister Jürgen Odszuck an die Symbolfigur der Heidelberger Fastnacht begann die feierliche Verleihung des Sumeordens. Bis Aschermittwoch regiert nun die Narretei, inklusive Versprechen zur Eröffnung der Stadthalle. Geehrt wurden Alexandra Wolfbeis für ihr unermüdliches Engagement, Wilfried Staber für die Verbindung von Oper und Fastnacht sowie Daniel Schlick für gelebte Tradition und Zukunftsgeist der Perkeo-Gesellschaft.

Stadtschlüssel für Perkeo
Sumeorden an verdiente Fastnachter
Alexandra Wolfbeis
Ks. Wilfried Staber
Vizepräsident Daniel Schlick

Ab jetzt regieren die Narren - Stadtschlüssel für Perkeo

Mit einer festlichen, närrisch-würdigen Zeremonie wurde in Heidelberg der Sumeorden, die höchste Auszeichnung der Heidelberger Fastnacht, verliehen. Die Veranstaltung begann traditionsgemäß mit einem besonderen politischen Moment: 1. Bürgermeister Jürgen Odszuck übergab den Heidelberger Stadtschlüssel an die Symbolfigur der Heidelberger Fastnacht. Damit ist die närrische Regentschaft offiziell eröffnet – bis Aschermittwoch liegt das Schicksal der Stadt nun in humorvoll-kompetenten Händen. Der neue „amtierende Oberbürgermeister der Fastnacht“ ließ keinen Zweifel an seinem Gestaltungswillen und versprach augenzwinkernd, in seiner Amtszeit endlich die Heidelberger Stadthalle zu eröffnen. Ein Versprechen, das vor allem die Perkeo-Gesellschaft freute, denn sie wird am 8. Februar mit ihrer Prunksitzung in die traditionsreiche Halle zurückkehren – ein symbolischer und emotionaler Höhepunkt für die Heidelberger Fastnacht.

Im Mittelpunkt des Abends stand jedoch die Verleihung des Sumeordens an drei Persönlichkeiten, die auf ganz unterschiedliche Weise die Fastnacht, die Perkeo-Gesellschaft und das närrische Leben in Heidelberg prägen.

Sumeorden für Alexandra Wolfbeis
Den Anfang machte Alexandra Wolfbeis, eine Frau, die in der Laudatio als „Frau für alle Fälle“ und als Herz der Perkeo-Gesellschaft beschrieben wurde. Seit 2013 Mitglied, ist sie aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken. Als eine der ersten Frauen im Perkeo-Fanfarenzug schrieb sie Fastnachtsgeschichte und begeistert seither mit Herzblut, musikalischer Leidenschaft und unerschütterlichem Engagement. Doch Alexandra wirkt nicht nur auf der Bühne. Im Perkeo-Keller gilt sie als „Kellergeist“, der immer genau dann auftaucht, wenn Probleme zu lösen sind. Organisation, Technik, Aufbau, Abbau, Dekoration, Tombola oder spontane Buffets – für sie kein Hindernis, sondern Herausforderung. Ihre Zuverlässigkeit, ihr Humor und ihre unermüdliche Einsatzbereitschaft machen sie zu einer unverzichtbaren Säule der Heidelberger Fastnacht. Der Sumeorden würdigt damit nicht nur ihre Leistung, sondern auch ihre Persönlichkeit: engagiert, herzlich und immer da, wenn man sie braucht.

Sumeorden für Ks Wilfried Staber
Als zweiter Preisträger wurde Kammersänger Wilfried Staber geehrt. Mit seiner Bassstimme, die „selbst die Kellergewölbe ehrfürchtig vibrieren lässt“, verbindet er höchste Opernkunst mit närrischer Lebensfreude. Seit 2017 Mitglied der Perkeo-Gesellschaft und des Perkeo-Volkstheaters, brachte er nicht nur musikalische Exzellenz, sondern auch Bühnenroutine, Charme und Humor in die Fastnacht ein. Seine Stimme ist Naturgewalt und Einladung zugleich – zum Staunen, Mitsingen und Genießen. Als Kammersänger trägt er einen Titel der höchsten künstlerischen Anerkennung, den er mit spürbarer Leidenschaft und Bescheidenheit in die Fastnacht einbringt. Er ist musikalischer Leuchtturm, Bühnenanker und Beweis dafür, dass große Kunst und große Narretei sich wunderbar ergänzen. Mit dem Sumeorden wird seine einzigartige Verbindung von Oper und Fastnacht auf besondere Weise gewürdigt.

Sumeorden für Daniel Schlick
Der dritte Geehrte war Daniel Schlick, ein Fastnachter durch und durch. Seine Verbindung zur Perkeo-Gesellschaft ist keine Frage der Mitgliedschaft, sondern der Herkunft: Sein Großvater Heinz Schlick war von 1960 bis 1980 erster Vorsitzender der Gesellschaft, und so wurde Daniel praktisch in die Fastnacht hineingeboren. Schon als Vierjähriger stand er beim Umzug, als Zorro verkleidet, an der Seite seiner Familie. Seit 2022 ist er offiziell Mitglied der Perkeo-Gesellschaft, seit 2023 Ehrensenator und seit dem vergangenen Aschermittwoch der zweitjüngste Vizepräsident in der Geschichte des Vereins. Mit Engagement, Verantwortungsbewusstsein, Humor und Überblick verbindet er Tradition und Zukunft. Besonders humorvoll wurde in der Laudatio betont, dass allein seine tägliche Zusammenarbeit mit Perkeo Thomas Barth schon eine Auszeichnung in Form einer Tapferkeitsmedaille rechtfertigen würde – heute ersetzt durch den Sumeorden.

Perkeo-Online

Online Redaktion Perkeo-Nachrichten.

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